Saisoneröffnung

Bericht Saisoneröffnung MC-Stern 2018

Es war kurz vor Weihnachten als Uwe die ersten Informationen zur Saisoneröffnungstour rausgeschickt hat. Unter dem Motto „mit Glück schleusen wir Schnucki in die Stadt“ hatte er den MC-Stern Mitgliedern wieder ein Rätsel mitgegeben. Später dazu mehr.

Angemeldet hatten sich 65 Biker davon 15 Tagesgäste zu diesem Saisonauftakt.
Einzig die Fährfahrt von Wischhafen nach Glückstadt hatte Uwe schlaflose Nächte bereitet.
Gar nicht mal die Fährfahrt selbst, sondern: Wie freundlich bleiben die dort wartenden Autofahrer, wenn über 60 Motorradfahrer - an ihnen vorbei - bis vorne zur Fähre fahren?!
Wenn auch in 10er Gruppen gefahren wird, aber nach der zweiten Gruppe sucht der erste Autofahrer bestimmt seinen Wagenheber. Da wir ja niemanden verärgern wollten, hat Uwe gegrübelt und gegrübelt…

Treffpunkt am Samstagmorgen war der Baumarkt in Achim.
Die Wetterprognose bis wenige Tage vor unserer Eröffnungstour waren sehr Motorradfahrer- freundlich. Je näher der Termin rückte, desto mehr änderte sich die Wettervorhersage, die dann auch prompt genauso eintraf: Es regnete – und das nicht zu knapp.
Nun ist das nicht jedermanns Sache, im Regen zu fahren, aber es kamen schlussendlich noch 46 Biker die mit wollten.
Nach einer kurzen Ansprache von Bodo rollten die einzelnen Gruppen los in Richtung Zeven. Über Ahlerstedt war das erste Ziel dann der Raiffeisenmarkt in Harsefeld. Im dortigen für einen Raiffeisenmarkt nicht erwarteten sehr schönen Cafe in der 1. Etage des Marktes waren Brötchen, Rührei und Kaffee vorbereitet.
Für den einen oder anderen noch die Chance, schon durchgeweichtes Equipment oder Vergessenes, wie z.B. Socken, zu besorgen.

Auf der Weiterfahrt - es regnete immer noch - zogen die Gruppen an Stade vorbei, über Drochtersen nach Wischhafen. Alle Befürchtungen waren mit dem Regen weggespült: so lang wie erwartet war der Stau vor der Fähre gar nicht. Mit der zweiten Fähre waren auch die letzten in Glückstadt angekommen. Wagenheber wurden nicht gesichtet, zumal, sich bei dem Regen sowieso kein Autofahrer sich traute auszusteigen. Nun konnte auch Uwe entspannter sein, weil die Fährüberfahrt problemlos verlaufen war.

Aufgrund der Wetterlage wurde die eigentliche Route über Brunsbüttel mit direkter Anfahrt zur Jugendherberge in Glückstadt umgewandelt. Dort erwartete uns eine sehr schöne und top gelegene Herberge direkt am Yachthafen.

Um die eingangs genannte „Rätselslösung“ mussten die 3 Erstplatzierten in einem atemberaubenden Mini-Tischtennistunier um den Sieg spielen. Sieger war Stefan. Er gewann einen Benzinkostenzuschuss-Gutschein. Die Lösung hieß natürlich: Fahrt zur Schleuse nach Brunsbüttel, Übernachtung in Glücksstadt, und an den Heidschnucken vorbei durch die Lüneburger Heide

Und dann allseits Aufatmen: Pünktlich zum Grillen hörte es auf zu Regnen.
Also war das Feuerholz wenigstens nicht umsonst mitgenommen worden. Der Abend klang somit am Lagerfeuer lustig aus.

Am nächsten Morgen meinte es das Wetter zunächst gut mit uns. Es war trocken, also wurde schnell nach dem Frühstück ein Gruppenbild draußen gemacht.
Mit dem Start der ersten Gruppe fing es wieder an zu regnen. Irgendwer wollte uns doch ärgern! Aber „waschechte“ – oder besser gesagt: mit Regenklamotten ausgestattete - Biker behalten trotzdem die Lust am Fahren und an der Gemeinschaft!

Wir fuhren immer am Deich entlang in Richtung Hamburg.
Orte wie Bielenberg und Kollmar, Elmshorn und Neuendeich, durch Blankenese und den Elbtunnel zum Bootshaus am Aussenmühlenteich. Nach dem Mittagessen dort und beim Verlassen des Lokals verabschiedeten sich einige, um den direkten Weg über die Autobahn nach Hause zu nehmen.

Uwe wollte wie geplant noch die Tour über Schneverdingen, dem eigentlichen Abschlusspunkt der Tour, nehmen und dem schlossen sich die verbliebenen Biker an.

Nach einer kurzen Pause dort und ab dem Moment der Abfahrt in Schneverdingen, also dem offiziellen Ende der Tour, hörte es auf zu regnen. Die Straße wurde immer trockener und während der letzten 30 Kilometer auf dem Nachhauseweg kam die Sonne raus – und blieb den ganzen Abend…

Wer nach dieser Tour noch nicht genug vom Wasser hatte, putzte (im Sonnenschein!) sein Motorrad - so wie ich mit Gartenschlauch und Hochdruckreiniger habe ich den Dreck und Frust weggespült.

Uwe, Du hast alles richtig und wie immer perfekt geplant und vorbereitet! Das einzige, was Du nicht planen konntest, hat nicht geklappt – das war nun mal leider das Wetter. Insa hat die Schuld dafür auf sich genommen. Sie wollte ihre neue Motorradkombi auf Regentauglichkeit testen. Ergebnis= Test bestanden!

Gruß Bodo