Enduro-Training beim ADAC

Anstrengend aber super war's.

Angekommen auf dem doch schon recht imposanten Gelände des ADAC in Lühneburg ging es nach einer kurzen und unkomplizierten Einweisung auch schon an die sehr ungewohnten Moppeds. KTM Freeride 350 sollten es werden. Genau das richtige für solche "Übungen".

Eine Einweisung war auch nötig denn die Hälfte der Truppe wäre schon beim Aufsteigen umgekippt, da dieses Fahrzeugkonzept doch so anders ist als man es von der Strasse gewohnt ist. Den Trick/Tip verrate ich hier nicht, fahrt hin und lasst es Euch selbst zeigen.

Den ersten Teil des Trainings verbrachten wir damit mit 8 Personen erfolgreich eine etwa fussballfeldgrosse Wiese komplett umzupflügen. Der Trainer nannte das Brems- und Gleichgewichtsübungen. Und tatsächlich gelingt es auch mit stehendem Vorderrad einige Meter zu rutschen ohne zu stürzen. Und tatsächlich kann der Dreck schneller fliegen als man selber fährt ;-)). Wie gesagt eine ganz anderes Konzept.

Da ungewohntes immer sehr anstrengend ist machten wir zwischendurch immer kleine Trink und Erholungspausen. Nach Pause 1 ging es in den Wald. Der Trainer zeigte uns wie man zwischen Bäumen hindurch fährt durch die noch nicht einmal das Mopped passt. Dazu noch verschiedenen Übungen zum anhalten und rangieren auf engem Gelände. Hier und da fiel auch mal ein Mopped hin, das gehörte aber irgendwie dazu.

Nach der 2. Pause ging es raus in das freie Gelände. Immernoch im 3. Gang (dem einzigen Gang für den Tag) quälte uns der Trainer auf jeden Hügel und über jeden Stein den es dort gab. Immer wieder unterbrochen von praktischen Erklärungen von Zusammenhängen der Fahrphysik.

Immer höher schraubten wir uns auf dem Übungshügel bis wir schliesslich ganz oben am ADAC Banner waren. Gefühlt 3x3 Meter hatte es und wir mussten den gleichen Weg ja auch wieder runter. Alle haben es geschafft, Alle, Respekt!

Runter kommen sie Alle sagt man ja so schön. So einfach ist das aber nicht. Besonders wenn es so steil ist das man den Weg nicht mehr sieht. Überwindung gehörte an manchen Übungen auch dazu.

Nach "nur" 4 Stunden waren wir fertig, durchgeschwitzt, erschöpft aber Glücklich zu sehen was alles geht. Um eine schöne Erfahrung reicher stiegen wir dann in unsere Autos und fuhren wieder heim.

Fazit: So ein Kurs ist zu empfehlen. Auch und besonders mit dem Mietmotorrad.

Bis die Tage Euer Carsten

 

 

 

 

Auszug aus dem Trainingsinhalt:

± Tipps und Durchführung zur Vor- und Nachbereitung der Motorräder im Geländeeinsatz

± Bergauf- und Bergabfahrten

± Souverän durch Tiefsand biken

± Bewältigen von engen Wendemanövern

± Erlernen der speziellen Handhabung des Motorrades im Gelände

± Fahren mit maximalem Grip auf wechselnden Untergründen

Erste Eindrücke vom 18.03.2017